Offiziersfest 2026:

Fahrt ins Blaue, Schüsse ins Schwarze und ein neuer König

Pünktlich um 13:30 Uhr setzte sich unsere Offiziersrunde an der Josefskirche in Bewegung. Ziel? Unbekannt. Richtung? Erst einmal nur grob: ins Blaue – oder besser gesagt: ins Grüne. Genau das machte den Reiz der diesjährigen Radtour zum Offiziersfest 2026 aus.

Schon auf den ersten Metern wurde munter gerätselt, wohin die Reise wohl führen würde. Die Spekulationen reichten von „Das kann doch nur Richtung Ems sein“ bis hin zu gewagten Theorien, die vermutlich selbst das Orgateam kurz ins Grübeln gebracht hätten. Sicher war nur: Es würde nicht langweilig werden.

Nachdem wir Warendorf über den Tatenhauser Weg in Richtung Sassenberg verlassen hatten, führte uns die Tour vorbei am Gut Emstal schließlich nach Sassenberg. Dort wartete bei unserem Offizierskameraden Martin die erste willkommene Stärkung. Einige durstige Kehlen konnten beruhigt werden, die Stimmung war bestens, und die Spannung auf das weiterhin geheime Tagesziel stieg weiter.

Von dort aus ging es auf geradem Weg weiter zum großen Ziel der Tour: der Schützenhalle in Gröblingen. Dort angekommen, wurden wir mit Kaffee und Kuchen empfangen. Dazu gab es erste kleine spielerische Belustigungen, die für gute Laune sorgten und den Nachmittag locker einläuteten.

Einen ganz eigenen Plan vom Tagesablauf hatte allerdings der Schießwart vor Ort. Kurzfristig ermöglichte er zunächst noch einer anderen Gruppe die Ermittlung einer Königin oder eines Königs. Davon ließen wir uns aber nicht aus der Ruhe bringen. Mit etwas Verzögerung, aber weiterhin bester Stimmung, begann schließlich unser Königsschießen.

Dabei wurden die Insignien von folgenden Schützen errungen:

Krone: Andreas „Vadder“ Bäumker mit dem 19. Schuss
Apfel: Markus Sarbeck mit dem 21. Schuss
Zepter: Daniel Rolf mit dem 28. Schuss

Den entscheidenden Treffer setzte schließlich Marc Neusel. Mit dem 62. Schuss holte er den Vogel von der Stange und krönte sich damit zum neuen König der Offiziere.

Im Anschluss waren die Damen beim Hampelmann-Schießen an der Reihe. Selbst der einsetzende Regen konnte sie nicht aus der Ruhe bringen. Zielstrebig, wetterfest und mit viel Humor wurde weitergeschossen, bis die Entscheidung gefallen war. Einen echten Durchhaltewillen bewies Ute Vorderlandwehr, die sich mit dem 168. Schuss zur neuen Scheichin krönte.

Nach so viel Spannung, Treffsicherheit und Ausdauer hatten sich alle eine ordentliche Stärkung verdient. Ein herrliches Grillbuffet sorgte dafür, dass niemand hungrig bleiben musste. Im Anschluss übernahmen Präsident Hennes Bußmann und Vizepräsident Jürgen Rüsel die feierliche Krönungszeremonie.

Mit einem dreifach kräftigen Horrido wurden die neuen Würdenträger gebührend gefeiert. Danach ging der Tag in einen gemütlichen und kurzweiligen Abend über – mit netten Gesprächen, viel Gelächter und einem rundum gelungenen Ausklang.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem amtierenden Kaiser der Offiziere Andreas „Vatter“ Bäumker, unserer Hampelmannkönigin Petra Aundrup, dem Orgateam sowie allen Helferinnen und Helfern, die diesen Tag möglich gemacht haben.

So bleibt das Offiziersfest 2026 in bester Erinnerung: als gelungene Mischung aus Radtour, Überraschung, Spannung am Schießstand, guter Verpflegung und echter Kameradschaft.

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