Schützenverein „Hinter den drei Brücken“ stellt Weichen für die Zukunft

Der Gesamtvorstand (v. l.): Michael Gövert, Oliver Prinz, Johannes Schöttler, Marius Hippler, Chrstian Laus, Detlef Kamermann, Hennes Bußmann, Judtih Wald, Franziska Tegelkamp, Matthias Schwingeler - nicht im Bild: Vizepräsident Jürgen Rüsel, der terminlich verhindert war

Mit 67 anwesenden Mitgliedern, einem kurzweiligen Rückblick, wichtigen Personalentscheidungen und einem intensiven Blick in die Zukunft ist die Generalversammlung des Schützenvereins „Hinter den drei Brücken“ harmonisch und zugleich richtungsweisend verlaufen.

Präsident Johannes „Hennes“ Bußmann führte die Versammlung mit einem Jahresrückblick ein, der nicht nur von schönen Erinnerungen und lebendigen Vereinsmomenten geprägt war. Er fand auch ernste Worte, denn der Verein musste im vergangenen Jahr Abschied von zwei ehemaligen Präsidenten nehmen. Damit bekam der Abend gleich zu Beginn eine nachdenkliche Note, die zeigte, wie eng Geschichte, Gemeinschaft und Verantwortung im Vereinsleben miteinander verbunden sind.

Im Kassenbericht machte Kassierer Michael Gövert deutlich, dass der Verein zwar weiterhin auf einem soliden finanziellen Fundament steht, die wirtschaftlichen Entwicklungen aber auch an einem Traditionsverein nicht spurlos vorübergehen. Steigende Kosten in nahezu allen Bereichen dürften nicht ignoriert werden, mahnte Gövert. Angesichts eines Minus im Ergebnis des vergangenen Jahres könne es ein einfaches „Weiter so“ nicht geben. Umso bemerkenswerter: Der Jahresbeitrag bleibt dennoch stabil.

Bei den Wahlen setzten die Mitglieder zunächst auf Kontinuität. Detlef Kamermann wurde als Schriftführer wiedergewählt, ebenso Oliver Prinz und Marius Hippler als Beisitzer.

Eine Veränderung gab es hingegen auf der Position des Geschäftsführers. Sven Wendel hatte den Vorstand bereits im Vorfeld darüber informiert, dass er das Amt abgeben möchte. Nachdem er im vergangenen Jahr die Aufgabe des Kommandeurs der Ehrengarde übernommen hatte, wolle er dort künftig sein volles Herzblut einbringen. Als Nachfolger schlug der Vorstand den 36-jährigen Matthias Schwingeler vor, der bereits erste Einblicke in den neuen Aufgabenbereich erhalten habe. Mit einem Augenzwinkern hieß es, er habe die Nummer seines Vorgängers zwar nicht auf der Kurzwahltaste, könne ihn aber jederzeit um Rat fragen. Die Versammlung folgte dem Vorschlag einstimmig und wählte Schwingeler zum neuen Geschäftsführer.

Da Schwingeler bisher selbst als Beisitzer tätig war, musste auch dieser Posten neu besetzt werden. Hennes Bußmann schlug dafür die ehemalige Damengardistin Franziska Tegelkamp vor – nicht nur wegen ihrer Motivation und Einsatzbereitschaft im Ehrenamt, sondern auch, um eine weitere Frau in den Reihen des Vorstands begrüßen zu können. Auch sie wurde einstimmig gewählt.

Nach Abschluss der Wahlen kündigte Bußmann an, dass nun sein letztes Jahr im Amt des Präsidenten begonnen habe. Wer sich berufen fühle, sich in dieser herausgehobenen Funktion für den Verein zu engagieren, könne sich jederzeit beim Vorstand melden. Gespräche mit potenziellen Interessierten habe es bereits gegeben.

Es folgten die Formationsberichte, die nach Angaben aus der Versammlung ebenso kurzweilig wie unterhaltsam ausfielen – teilweise sogar in Reimform vorgetragen. Doch das wohl wichtigste Thema des Abends war der Rückblick auf den Zukunftsworkshop vom 24. Januar 2026 im Pfarrheim St. Josef. Dort sei, wie Bußmann berichtete, „ergebnisoffen und ohne jedes Redeverbot“ diskutiert, gefachsimpelt und an Ideen für die Zukunft des Vereins gearbeitet worden.

Detlef Kamermann, der über diesen Tagesordnungspunkt berichtete, betonte, man sei auf einem guten Weg, auch wenn an diesem Abend noch keine konkreten Beschlüsse anstanden. Es gehe darum, den Verein zukunftsfähig aufzustellen, Einsparpotenziale zu identifizieren und zugleich neue Einnahmequellen zu erschließen. Besonders wichtig sei dabei, den Verein nicht kaputtzusparen. Vielmehr müsse der Schützengeist ebenso erhalten bleiben wie die Attraktivität des Schützenvereins „Hinter den drei Brücken“.

Erste Ergebnisse des Workshops wurden bereits benannt: So soll der Oberst die Parade am Schützenfestsamstag künftig nicht mehr hoch zu Ross leiten. Zudem möchte sich der Verein am Ehrenamtstag der Stadt Warendorf am 9. Mai 2026 präsentieren. Auch das Neubaugebiet „In de Brinke“ soll stärker in den Blick genommen werden, um neue Mitglieder zu gewinnen. Darüber hinaus ließ Kamermann verheißungsvoll offen, dass der Verein auch mit Blick auf den Fettmarkt neue Aktivitäten ins Auge fasse.

Unter dem Punkt „Verschiedenes“, der in Vereinsversammlungen nicht selten Zündstoff birgt, blieb es schließlich ruhig und harmonisch. Gegen 23 Uhr konnte Präsident Bußmann die Versammlung schließen.

Fest im Kalender steht bereits das nächste große Ziel: Das Schützenfest des Vereins findet vom 31. Juli bis 2. August 2026 auf dem Festplatz am Oberen Lohwall statt.

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